007.Leben.und.Sterben.lassen.DVDRIP-XviD-German-XMAS-Special-CDC

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In den USA und der Karibik werden insgesamt drei Agenten des britischen Geheimdienstes ermordet. Bond wird nach New York geschickt, um die Hintergründe aufzuklären. Die Spuren der Verbrechen führen zum Gangsterboß Mr. Big und zum karibischen Diplomaten Kananga (Yaphet Kotto). Bei Mister Big trifft Bond das attraktive Medium Solitaire (Jane Seymour), in Kanangas Heimat San Monique einen Voodoo-Priester, der offensichtlich Mr. Bigs riesige Mohnfelder bewacht. Bevor er die Produktionsanlagen und die bereits versandfertigen Drogen vernichten und Mr. Big eliminieren kann, hat 007 noch so manche Gefahr und wilde Verfolgungsjagden zu überstehen.

Gelungener Auftakt für den Neuen. Moores Bond wurde um einige Facetten erweitert, dabei die ironischen Komponenten stärker ausgeprägt, ohne jedoch zu überziehen. Themenmäßig betritt man Neuland. Der Superagent muß sich dieses Mal mit schwarzer Magie, Voodoo-Kult sowie der Wahrsagerei mittels Tarot-Karten herumschlagen und das macht er glänzend. Die ganze Geschichte ist rund, die Schauplätze Harlem, New Orleans und Karibik sind eine attraktive Kulisse und die humoristischen Einlagen sind sowohl gut dosiert als auch zündend. Der amüsante Sheriff Pepper (Clifton James) war so beliebt, daß er im nächsten Bond-Streifen einen erneuten Auftritt bekam. Ein nicht ganz von der Hand zu weisender Kritikpunkt ist allerdings die Darstellung der Afroamerikaner im Film. Die steoreotyp gezeichneten bösen Schwarzen halten unter sich auch noch eine unschuldige weiße Jungfrau. Da kann man sich schon dran stoßen, nach meiner Meinung muß man das aber auch nicht, zumal Mr. Big und seine Schergen die ersten schwarzen Bösewichte in dieser Filmreihe sind. Man braucht sich aber sicherlich nicht darüber zu wundern, daß "Leben und sterben lassen" bei seiner Aufführung in den USA in der Black-Panther-Zeit für so manche Diskussion gesorgt hat.

Die Stunts bei Bond sind ja immer bahnbrechend. Bei der Premiere von Roger Moore setzten die Macher aber noch einen drauf. Die Motorbootverfolgungsjagd setzte Maßstäbe (und einen wahnsinnigen Weltrekord für den längsten Flug), die "Wanderung" über die Krokodile ist und bleibt wohl der gefährlichste Stunt, den es je bei Bond gab. Einfach klasse! Zusammenfassend kann man sagen: Ein sehr guter Start in die Nach-Connery-Ära.