007.Sag.Niemals.Nie.1983.DVDRIP-XviD-German-XMAS-Special-CDC
Geheimagent James Bond (Sean Connery) ist in die Jahre gekommen und wurde zuletzt nur noch als Ausbilder eingesetzt. Sein Vorgesetzter M (Edward Fox) schickt ihn nach einer missglückten Trainingsmission in ein Sanatorium, wo er seine "ungezügelten Lebensgewohnheiten" in den Griff bekommen soll. Als sich kurz darauf die Terrororganisation Spectre zwei Atomsprengköpfe aneignet und damit die Weltengemeinschaft erpresst, wird Bond reaktiviert und für Nachforschungen auf die Bahamas entsendet.
Bei "Sag niemals nie" handelt es sich um einen Film außerhalb der offiziellen Bond-Reihe. Ursprünglich war "Feuerball" als Premieren-Bond angedacht, aufgrund der etwas verworrenen Rechtelage funktionierte dies aber nicht. Stattdessen wurde "James Bond jagt Dr. No" zum ersten Auftritt von 007 auf der Kinoleinwand. Vier Jahre später klappte es dann mit "Feuerball", jedoch konnten die Filmrechte nicht dauerhaft gesichert werden, so dass nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Frist umgehend ein Remake auf den Markt geworfen wurde: "Sag niemals nie". Die Handlung ist im Prinzip identisch mit dem Ursprungsfilm und wurde lediglich einem Facelifting unterzogen um etwas zeitgemäßer zu sein.
Von einem Bond-Film kann man aber - abgesehen mal vom Namen der Hauptfigur - nicht reden. Die typische Presequenz fehlt ebenso wie das Bond-Theme und alles, was eben rechtlich geschützt ist, außerdem lassen wichtige Nebenfiguren wie M, Q und Moneypenny den Charme der Originale weit vermissen. Die Girls, Kim Basinger als Domino und Barbara Carrera als Fatima Blush, sind zwar durchaus sexy, bleiben aber insgesamt blass. Ein Vergleich mit der Originalreihe verbietet sich somit.
Als Agenten-Thriller kann man "Sag niemals nie" auch nicht ernst nehmen. Richtig spannend ist er nie, hat in der zweiten Hälfte gar ein paar Längen, das Finale enttäuscht. Die Darsteller sind auch nicht gerade herausragend, mit einer Ausnahme: Connery.
Als Agenten-Persiflage taugt "Never say never again" ebensowenig. So sind zum Beispiel die Slapstickeinlagen von Atkinson ziemlich mau und die meisten Scherze nicht übermäßig witzig. Die eigentlichen Bond-Filme können das besser, im Prinzip persifliert sich die Reihe ja ständig selbst.
Aber: Vielleicht wollten die Macher auch weder einen Bond- noch einen Agentenfilm drehen und auch keine Agentenfilm-Parodie, sondern ausschließlich ein Bond-Persiflage. Und das ist zu 100% gelungen. Die große Stärke des Films ist sein charismatischer, spielfreudiger Hauptakteur, der zum einen trotz leicht fortgeschrittenem Alter eine hervorragende Figur macht und andererseits offensichtlich einen Heidenspaß daran hat, sich und seine Bond-Rolle mächtig auf die Schippe zu nehmen. Die augenzwinkernden Seitenhiebe auf alles was sich so vor und hinter den Kulissen des Original-Bond abgespielt hat sind ein großes Vergnügen. Somit ist "Sag niemals nie" auch eine ganz klare Empfehlung für alle 007-Freunde und Bond-Kenner. Für den (kleinen?) Rest der Welt ist dieser Film wohl kaum mehr als ein mäßig spannender und eingeschränkt witziger Allerweltsstreifen.
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Geheimagent James Bond (Sean Connery) ist in die Jahre gekommen und wurde zuletzt nur noch als Ausbilder eingesetzt. Sein Vorgesetzter M (Edward Fox) schickt ihn nach einer missglückten Trainingsmission in ein Sanatorium, wo er seine "ungezügelten Lebensgewohnheiten" in den Griff bekommen soll. Als sich kurz darauf die Terrororganisation Spectre zwei Atomsprengköpfe aneignet und damit die Weltengemeinschaft erpresst, wird Bond reaktiviert und für Nachforschungen auf die Bahamas entsendet.
Bei "Sag niemals nie" handelt es sich um einen Film außerhalb der offiziellen Bond-Reihe. Ursprünglich war "Feuerball" als Premieren-Bond angedacht, aufgrund der etwas verworrenen Rechtelage funktionierte dies aber nicht. Stattdessen wurde "James Bond jagt Dr. No" zum ersten Auftritt von 007 auf der Kinoleinwand. Vier Jahre später klappte es dann mit "Feuerball", jedoch konnten die Filmrechte nicht dauerhaft gesichert werden, so dass nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Frist umgehend ein Remake auf den Markt geworfen wurde: "Sag niemals nie". Die Handlung ist im Prinzip identisch mit dem Ursprungsfilm und wurde lediglich einem Facelifting unterzogen um etwas zeitgemäßer zu sein.
Von einem Bond-Film kann man aber - abgesehen mal vom Namen der Hauptfigur - nicht reden. Die typische Presequenz fehlt ebenso wie das Bond-Theme und alles, was eben rechtlich geschützt ist, außerdem lassen wichtige Nebenfiguren wie M, Q und Moneypenny den Charme der Originale weit vermissen. Die Girls, Kim Basinger als Domino und Barbara Carrera als Fatima Blush, sind zwar durchaus sexy, bleiben aber insgesamt blass. Ein Vergleich mit der Originalreihe verbietet sich somit.
Als Agenten-Thriller kann man "Sag niemals nie" auch nicht ernst nehmen. Richtig spannend ist er nie, hat in der zweiten Hälfte gar ein paar Längen, das Finale enttäuscht. Die Darsteller sind auch nicht gerade herausragend, mit einer Ausnahme: Connery.
Als Agenten-Persiflage taugt "Never say never again" ebensowenig. So sind zum Beispiel die Slapstickeinlagen von Atkinson ziemlich mau und die meisten Scherze nicht übermäßig witzig. Die eigentlichen Bond-Filme können das besser, im Prinzip persifliert sich die Reihe ja ständig selbst.
Aber: Vielleicht wollten die Macher auch weder einen Bond- noch einen Agentenfilm drehen und auch keine Agentenfilm-Parodie, sondern ausschließlich ein Bond-Persiflage. Und das ist zu 100% gelungen. Die große Stärke des Films ist sein charismatischer, spielfreudiger Hauptakteur, der zum einen trotz leicht fortgeschrittenem Alter eine hervorragende Figur macht und andererseits offensichtlich einen Heidenspaß daran hat, sich und seine Bond-Rolle mächtig auf die Schippe zu nehmen. Die augenzwinkernden Seitenhiebe auf alles was sich so vor und hinter den Kulissen des Original-Bond abgespielt hat sind ein großes Vergnügen. Somit ist "Sag niemals nie" auch eine ganz klare Empfehlung für alle 007-Freunde und Bond-Kenner. Für den (kleinen?) Rest der Welt ist dieser Film wohl kaum mehr als ein mäßig spannender und eingeschränkt witziger Allerweltsstreifen.

